Im vergangenen Jahr wurden beim Europäischen Patentamt (EPA) insgesamt 193'460 Patente angemeldet, informiert das EPA in einer Mitteilung. Davon kamen 9008 aus der Schweiz. Sie belegt damit in Bezug auf die Patentanmeldungen pro Million Einwohnende weltweit weiterhin den ersten Rang. Konkret wurden 2022 aus der Schweiz 1031 Patente pro 1 Million Einwohnende beim EPA angemeldet. Absolut gesehen liegt die Schweiz mit 9008 Patenten hinter den USA, Deutschland, Japan, China, Frankreich und Südkorea auf dem siebten Platz. Im Vergleich zu 2021 fiel die Zahl der Patentanmeldungen aus der Schweiz beim EPA um 5,9 Prozent höher aus.
Die hohe Zahl der 2022 eingegangenen Patentanmeldungen belege, „dass die Innovationstätigkeit trotz weltweiter wirtschaftlicher Unsicherheiten 2022 robust geblieben ist“, schreibt das EPA. Deutliches Wachstum hat das Patentamt vor allen bei Anmeldungen in den Bereichen digitale Kommunikation, Medizintechnik, Computertechnik, Elektrische Maschinen und Energie sowie Arzneimittel, Messtechnik und Biotechnologie beobachtet.
„Bei grünen Innovationen stellen wir ein solides, anhaltendes Wachstum der Patentanmeldungen fest, ebenso bei sauberen Energietechnologien und anderen Verfahren der Erzeugung von Strom, dessen Verteilung beziehungsweise der Speicherung von Elektrizität“, wird EPA-Präsident António Campinos in der Mitteilung zitiert. „Der anhaltende Aufschwung auf diesem Gebiet trägt dazu bei, die Energiewende voranzubringen.“ Die starke Zunahme von Patentanmeldungen für digitale Technologien und Halbleiter wiederum zeigt nach Ansicht von Campinos, dass die vierte industrielle Revolution Einzug in etliche Technologiebereiche und Industrien hält.