Die Schweiz und das Vereinigte Königreich unterhalten intensive bilaterale Beziehungen in den Bereichen Forschung und Innovation. Es bestehen viele direkte Kooperationen zwischen Universitäten, Forschenden und Forschungsinfrastrukturen. Sowohl beim Höflichkeits- als auch beim Arbeitsbesuch begrüssten beide Seiten die enge Beziehung und drückten ihren Willen aus, diese weiter zu stärken. Im Rahmen der Gespräche wurden verschiedene Möglichkeiten zur Intensivierung der Zusammenarbeit in Forschung und Innovation besprochen. Im Rahmen dieser Verstärkung der Beziehungen wird von beiden Seiten ein Memorandum of Understanding angestrebt.
Im Vordergrund stand die Zusammenarbeit der beiden Länder unter anderem im Rahmen internationaler Forschungsinfrastrukturen, im Bereich der Raumfahrt sowie zwischen den jeweiligen Forschungs- und Innovationsförderagenturen. Die Schweiz und das Vereinigte Königreich prüfen die Zusammenarbeit im Bereich von Fellowships sowie im Bereich «deep science», wie beispielsweise Quantum, Raumfahrt und Kernfusion. Ein weiterer Fokus lag auf dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, insbesondere dem Stand der Assoziierung der beiden Länder an «Horizon Europe».
Auf Einladung von Bundesrat Guy Parmelin fand am Abend des 7. Februar in Bern zudem ein Abendessen mit Vertreterinnen und Vertretern der Universitäten, der Wissenschaft und der Wirtschaft statt – darunter, neben den Spitzen des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und von Innosuisse, auch die Präsidenten des ETH-Rats, der ETH Zürich, der EPF Lausanne, von SwissUniversities und von ScienceIndustries. Ein wichtiges Thema war die Zusammenarbeit in den Bereichen Hochschulbildung, Forschung und Innovation.
Das Vereinigte Königreich ist einer der wichtigsten Partner der Schweiz im Bereich Bildung, Forschung und Innovation, im bilateralen wie auch im multilateralen Kontext. Es gibt eine Vielzahl direkter Kooperationen zwischen Forschenden und Institutionen. Seit 2011 unterstützte der SNF rund 2600 Forschungsprojekte, die eine Kooperationskomponente mit dem UK beinhalteten. Gemessen an der Zahl gemeinsamer Projekte im Rahmen von Horizon 2020, befindet sich das Vereinigte Königreich an zweiter Stelle. Die Schweiz und das Vereinigte Königreich sind zudem Mitglieder der meisten bedeutenden internationalen Forschungsinfrastrukturen – so etwa des CERN, dessen Gaststaat die Schweiz ist, oder der neuen Organisation für das Square Kilometre Array Observatorium (SKAO) mit Sitz in Grossbritannien. Solche Infrastrukturen bieten den Forschenden beider Länder hervorragende Plattformen für die Zusammenarbeit.